Betrifft – Volkskrankheit Depression 3

“Depression ist eine Volkskrankheit. Die mit den höchsten Zuwachsraten, meldet die Weltgesundheitsorganisation. Jede vierte Krankschreibung in Deutschland hat direkt oder indirekt mit Seelenstress zu tun. Die Krankheit trifft immer häufiger auch Männer und Frauen in jungen Jahren. Äußerlich fit, fleißig, karrierebewusst – innerlich erschöpft, hoffnungslos, voller Ängste. Die Sendung fragt nach: Warum ist das so? Was kennzeichnet die Depression, von der alle reden und zu der sich nur wenige offen bekennen? Warum vertragen manche Menschen Stress, Überforderung, Frustrationen besser als andere? Was lässt beispielsweise einen erfahrenen, erfolgreichen Wirtschaftprüfer wie den 38-jährigen Mannheimer Jürgen C. so dramatisch abstürzen, dass er sich mehrfach in stationäre psychiatrische Behandlung begeben muss? Und was hilft ihm dabei, Schritt für Schritt wieder herauszufinden aus dem großen schwarzen Loch? Warum bricht der ehemalige Schweizer Leistungssportler und Manager Urs Kamber eines Tages mit Weinkrämpfen zusammen. Und wie reagiert die Öffentlichkeit darauf, dass einer bekennt, sich wegen “”burnout”" ein paar Monate zurückzuziehen. Und darf ein Spitzenpolitiker wie der kurzzeitige SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck bei seinem Rücktritt verkünden: “”Ich habe meine Kräfte überschätzt”"? Die Sendung schaut sich um im Dschungel der Depressionsforschung und verschiedenster Therapieangebote. “”Die Kompensation der Depressionen ist heute auch ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor …
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Herne (lwl). Einen Blick hinter fünfeinhalb Meter hohe Maßregelvollzugsmauern zu werfen – diese eher seltene Gelegenheit bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) der Nachbarschaft und anderen interessierten Bürgerinnen und Bürgern am 22. und 23. Januar in der neuen LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne. Bevor in wenigen Wochen die ersten Patienten einziehen, lädt der LWL als Träger der 90-Betten-Klinik für forensische Psychiatrie ein zu zwei Nachbarschaftstagen: am Samstag und Sonntag, jeweils von 10 -17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr) erwartet die Besucher an der Wilhelmstr. 120 (Zugang über RAG-Gelände, Wilhelmstr. 98) ein fachkundiges Infoangebot. Bei einem Rundgang mit sechs Anlaufstellen können sich Interessierte direkt am Ort des künftigen Geschehens Therapieangebote, Stationsaufbau und Sicherheitsvorkehrungen erklären lassen. Neben dem Arbeitstherapiegebäude, dem Zentralgebäude und der Sporthalle ist einer von mehreren baugleichen Stationsflügeln mit Patientenzimmern zur Besichtigung geöffnet. LWL-Fachleute und Klinikbeschäftigte beantworten die Fragen der Besucher. Zwei wichtige Hinweise zum Ablauf: Aus organisatorischen Gründen darf sich nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern gleichzeitig in dem Klinikkomplex aufhalten. Daher kann es vor dem Einlass an der Klinikpforte zu Wartezeiten kommen. Und: Direkt an der Klinik sind außer für Schwerbehinderte keine Parkmöglichkeiten für Besucher vorhanden. Besucher sollten möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln …



